125er-Ausstellung bei der Hockenheimring Classics 2015 komplett

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Jedes Jahr stehen Ausstellung und Präsentationslauf des Motor Sport Museum Hockenheim unter einem neuen Motto. Am 19./20. September werden nun zwar nur wenige der kleinen Renner auf der Strecke zu sehen sein – die Mehrzahl ihrer heutigen Besitzer ist augenscheinlich nicht mehr beweglich genug für die notwendig zusammengefaltete Fahrposition. Trotzdem fand das Motto „125 ccm Grand Prix“ sehr großen Zuspruch bei Teilnehmern aus ganz Europa, die zum Fahren eine „große“ Rennmaschine nehmen, aber zusätzlich auch ihre 125er zur Sonderschau beisteuern. Die Liste ist komplett und umfasst 27 Motorräder aus den 125 ccm-WM-Läufen der Jahre 1954-2010 von NSU, MV Agusta, Mondial, Honda, Suzuki, Yamaha, Morbidelli etc. Die Original-Weltmeister-Maschinen von Rupert Hollaus, Dieter Braun, Dirk Raudies und Tom Lüthi sind darunter. Der Erstgenannte sorgte vor 61 Jahren für die Sensation, der 22-jährige Österreicher war im NSU-Werksteam für seine erste WM-Saison als Mitstreiter des Doppelweltmeisters von 1953, Werner Haas, zur dessen Titelverteidigung bestimmt. Rupert Hollaus jedoch kam sah und siegte. Er gewann als Neuling auf der Isle of Man, schloß in Nordirland, Holland und an der Solitude nahtlos daran an. Er stand damit nach vier von sechs Rennen als Weltmeister fest. Sieben Wochen später ging es nach Monza, wo er im Training tödlich verunglückte. Die NSU Rennfox von Rupert Hollaus ist im Motor Sport Museum Hockenheimring beheimatet, sie trägt die „Blauwal“-Vollverkleidung, wie sie ab August 1954 an den Werksmaschinen verwendet wurde. In die Saison war man mit den „Delphinen“ gestartet, wie das Foto von Rupert Hollaus am 9. Mai 1954 in Hockenheim beim ersten Lauf zur Deutschen Meisterschaft zeigt.

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