Hockenheim Classics- Motorrad Sonderläufe

von / / Aktuelles

Die 37. Auflage der Hockenheim Classics ging am vergangenen Wochenende über die Bühne, erfolgreich und mit einer riesengroßen Teilnehmerzahl in den verschiedenen Wertungsläufen. Neben den Sonderläufen für historische Rennmotorräder des Veteranen-Fahrzeug-Verbands VFV e.V. war bereits zum siebten Mal das Motor Sport Museum Hockenheimring mit eigenen Präsentationsläufen dabei. Unter dem Motto „40 Jahre Suzuki RG500 und Yamaha TZ750“ gelangten rund 60 Rennmaschinen, vorwiegend aus den Siebziger- und Achtzigerjahren zur Ausstellung in den Boxen. Doch nicht genug damit, dass nahezu die komplette Entwicklungsreihe der Zweitakt-Vierzylinder von Suzuki und Yamaha erstmals aus der Nähe zu betrachten war, es gab auch die Gelegenheit ein gemischtes Grand Prix- und Formel 750-Starterfeld in der Boxengasse zu erleben. Vor 35 Jahren fand am gleichen Ort das vorletzte Rennen der 750er-WM statt, nun kamen die deutlich über 100 PS starken Yamaha-Vierzylinder, dazu Dreizylinder von Suzuki und Kawasaki zurück ins Motodrom. Aber nicht nur geschichtsträchtige Motorräder wurden präsentiert, es trafen sich Fahrer von einst, entweder auf der Strecke oder zum Plaudern in den Boxen. Die beiden Weltmeister Rolf Steinhausen und Werner Schwärzel mischten mit ihren Seitenwagen-Gespannen und den Vierzylinder-König-Motoren munter mit – zwischen den Solomaschinen auf der Strecke und im neuen und alten Bekanntenkreis. Ob tolle Rennmaschine oder erfolgreiche Fahrer, so nahe wie bei den Hockenheim Classics kommt man als Zuschauer heute nicht mehr ans Geschehen. Und diesmal waren neben dem Sound auch die Gerüche und die Nebelwolken aus den warmlaufenden, hochgezüchteten Zweitakt-Raketen ein ganz besonderes Erlebnis, das nicht nur Zeitgenossen mit Freude genossen, sondern ein ganz neues Publikum begeistern konnte. Stefan Knittel

OBEN