Kaczor-BMW by SeRa

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Im Rahmen der Hockenheim Classics 2015 fährt die von Sepp Rainer aufgebaute Kaczor-BMW einige Gedächtnisrunden – der geniale Tüftler starb vor zehn Jahren.Man könnte sagen, er hatte Benzin im Blut. Man könnte auch sagen, dieser Mann hat für seine Maschinen gelebt. Josef Rainer, der von allen nur Sepp genannt wird, ist vor zehn Jahren gestorben. Sein Vermächtnis aber, seine Kaczor-BMW aus den sechziger Jahren brummt noch. Dagmar Rainer, die Tochter des Tüftlers, ist Ehrengast bei der Hockenheim Classics.

Über ihren Vater sagt sie, er sei an keinem Motorrad vorbeigekommen. Aus dem Urlaub, meistens aus Italien, habe er Teile oder ganze Motorräder mitgebracht. In der Werkstatt in Albstadt-Pfeffingen haben Sepp Rainer, Jahrgang 1938, und sein Kumpel und Rennfahrer-Freund Peter Hähnel getüftelt, entwickelt, geschraubt und verbessert: »Sepp war Perfektionist. Alles musste stimmen«, sagt Peter Hähnel. »Viel Herzblut und Schweiß« stecke in den Maschinen, weiß seine Tochter ergänzend.

Mit »den Japanern«, sagt Peter Hähnel, die zwar gute Motoren aber schlechte Rahmen gebaut hätten, habe alles angefangen. Irgendwann haben die beiden ganze Maschinen gebaut, irgendwann an Rennen teilgenommen. Mit der BMW »E 62«, 44 PS, 200 km/h, war Sepp Rainer in Italien und Österreich, in ganz Deutschland, auf dem Hockenheim- und dem Nürburgring. Die im Rahmen der Hockenheim Classics 2015 gezeigte Kaczor-BMW war der letzte Sprössling aus Sepp Rainers Werkstatt in Albstadt. Sie gehört heute einem privaten Sammler.

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