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Präsentationslauf - Motor Sport Museum Hockenheimring

Die Vorbereitungen laufen buchstäblich auf Hochtouren. Am Mittwoch, 11. August 2010 wurde eine ganze Reihe von Rennmotorrädern des Motor Sport Museums von ihren Betreuern...

Präsentationslauf - Motor Sport Museum Hockenheimring

Eckert-Werks-Honda RCB 750

... zum Hockenheimring gebracht um sie nach Restaurierungs-, Instandsetzungs- oder Wartungs-Arbeiten einstellen und Probefahren zu können.

Eine ganz besondere Probefahrt war es für Egid Schwemmer, der die Eckert-Werks-Honda RCB 750 zusammen mit Helmut Dähne vor 33 Jahren beim 24 Stunden-Rennen um den Bol d`Or in Le Mans auf Platz Vier gebracht hatte.Roland Eckert hatte das Motorrad wieder einsatzbereit gemacht und Egid Schwemmer eingeladen, dieser freut sich nach den ersten Runden nun umso mehr auf seine Teilnahme bei den Hockenheim Classics.

Der legendäre Erbauer von Weltmeister-Seitenwagengespannen Dieter Busch hegte stets eine private Vorliebe für italienische Rennmotorräder. Er pflegte dazu Kontakte im WM-Fahrerlager zu den Technikern von MV Agusta, Moto Guzzi und Gilera. Eine Vierzylindermaschine nahm er sich nun gründlich vor, da ein zusätzlicher Originalmotor in Teilen vorhanden war, baute er diesen komplett neu auf um das recht verschlissene Aggregat aus der Gilera des Motor Sport Museums Hockenheim zu ersetzen. Der Vierzylinder heult nun wieder wie einst bei den großen Rennen, die Abstimmarbeiten an den vier Dell`Orto-Vergasern waren erfolgreich.

Eine italienische Rennmaschine ganzer anderer Art aus dem Museum hatte sich Matthias Farwick vorgenommen. Die Aprilia RSV 500 mit der Doriano Romboni 1996 und 1997 als Werksfahrer die WM-Läufe bestritt basiert mit ihrem Zweizylinder technisch auf den WM-Siegermodellen aus der 250 ccm-Klasse. Mit einem tatsächlichen Hubraum von nur 411 ccm brillierte die Aprilia mit überragenden Fahreigenschaft aufgrund ihres spielerischen Handlings. Allerdings stellte der empfindliche Drehschieber-Zweitakter höchste Ansprüche an die Techniker. Bei den Testfahrten in Hockenheim ließ sich für die Classic-Veranstaltung nun eine brauchbare Grundeinstellung ermitteln.

Lothar John fuhr seine DM-Sieger-Yamaha TD 2 von 1969 ein paar Runden und beobachtete dann mit Interesse die verschiedenen Norton Manx, darunter Ray Amms Senior-TT Siegermotorrad von 1954. Die Norton mit der langen Verkleidungsnase und Benzinbehältern in den Seitenteilen der Aluminium-Schale will ihren Ultra-Kurzhubmotor mit außenliegender Schwungscheibe und Ölkühler gut aufgewärmt haben.

Aus dem Museum zurück auf die Strecke sind auch die Werks-AJS 500, ab 1935 von Friedrich Cerny gefahren, sowie die Jawa 500 dohc vom österreichischen Staatsmeister 1956, Otto Heisinger. Zusammen mit der Imperia-Rudge und der Terrot RCP 500 von 1935 werden diese Motorräder aus dem Motor Sport Museum beim Sonderlauf des Veteranen Fahrzeug Verbands VFV an den Start gehen.

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