VFV-GLPpro bei den Hockenheim Classics

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Erfolgreiches Wochenende für die historische Gleichmäßigkeitsserie

Einen vollen Erfolg verbuchten die Organisatoren der historischen Gleichmäßigkeitsserie auf dem Hockenheimring am vergangenen Wochenende. Über 150 Teilnehmer wurden im Rahmen der Hockenheim Classics auf die Reise geschickt. Auf große Resonanz stieß das zum zweiten Mal ausgetragene Langstreckenrennen.

Ein volles Haus meldeten die Organisatoren bereits im Vorfeld der vorletzten Wertungsläufe auf dem Hockenheimring. Über 150 Teilnehmer mit ihren historischen Fahrzeugen bevölkerten den Hockenheimring, wo im Rahmen der 40. Hockenheim Classics der fünfte Wertungslauf ausgetragen wurde. Aufgrund des großen Andrangs wurden die Teilnehmer in insgesamt vier Wertungsgruppen eingeteilt. Los ging es bereits am Freitag mit den Freien Trainings und dem Pflichttraining. Die Wertungsläufe fanden am Samstag statt, wobei die Gruppe der Formelfahrzeuge und Sportwagen am Sonntag einen zweiten Lauf absolvierte.

In der ersten Gruppe holte sich Ulf Peter Jungholt den Sieg bei den Tourenwagen. Mit 60 Strafpunkten und dem drittbesten Ergebnis aller Teilnehmer des Wochenendes verwies der Ford Escort Pilot Albrecht Kamenzin (BMW 325i) und Matthias Baier (BMW 325i E30) auf die weiteren Podestplätze. Sieger der GT Wertung wurde der Niederländer Adriaan Deelen auf einem Porsche 924 Turbo . Dahinter landete Martin Beermann (Porsche 944) vor Christoph Lixl (Porsche 924 RS). „Mit dem dritten Platz bin ich letztendlich sehr zufrieden, nachdem ich mit einem Kollegen kollidiert bin und mir die Stoßstange wegefallen war. Ich musste dann ohne den Lauf bestreiten. So habe ich da noch das optimale Ergebnis für mich erreicht“, erzähle der Drittplatzierte.

Mit der zweiten Wertungsgruppe war ebenfalls der Trabant RS Cup mit an Bord. Die Tourenwagenwertung ging in dieser Gruppe an Joachim Beck (Fiat Abarth 1000 TC) vor den Markenkollegen Hans Joachim Klein (Fiat Abarth 1000 TC) und Hans Becker (Fiat 128 Coupe). Bei den GT´s siegte Tobias Wittmann (Porsche 356 C) vor Bodo Kositzke (NSU Spider) und Olaf Althaus auf einem VW Porsche 914 aus dem Jahre 1974. Ost Nostalgie pur gab es bei der Trabant Wertung. Sie ging an Stefan Pasternak (Trabant 601 RS Evo 1) vor Milde-Braun (Trabant 601 RS Evo 2) und Wolfgang Ziegler (Sachsenring Trabant P601). In der Klasse M1000 siegte Detlef Kunze vor Raimund Olbrich und Roland Schreiber (alle Melkus RS 1000 GTR).   Die STC Klasse wurde von Frank Werner (Sachsenring Trabant 1,1) gewonnen, vor Holger Kiwatt (LADA 2101) und Marco Brenner (LADA Samara).

Kultstatus hat auch das Gefährt des Tourenwagensiegers der Gruppe drei. Thomas Gimpel siegte auf einem Opel Manta vor Dirk Stützer (Ford Escort RS 2000) und VW Käferpilot Thomas Wöhr. Andreas Wilmes (MG B GT-V8) siegte in der GT Klasse vor Werner Pfisterer (Alfa Romeo GT Junior) und Dr. Manfred Knye (Melkus RS 1000 GTR).

Zwei Meisterschaftsläufe bei den Formel-und Sportwagen
Richard Feulner (Dallara Formel 3) erwies sich am Samstag als bester Pilot der Formel Fraktion. Mit einer zweitschnellsten Referenzzeit drehte der Kulmbacher die beständigsten Runden und siegte mit 99 Strafpunkten vor Heinz Scherle (Reynard Formel 3) und Heinz Helmer (Reynard SF 84). Die Wertung im Sonntagsrennen ging an Niklas Oberhoff (Lola T 200) vor Lutz Crackau (Zagk S 20-9) und Siegfried Koch (Mygale Formel For d SJ95 Zetec). Doppelsieg für Lola in der Sportwagenwertung im ersten Lauf. Dieter Riegl (Lola T924) siegte vor Markenkollege Dominique Kieffer (Lola T 956). Dritter wurde Ralf Sauer auf einem Stänger C1). Am Sonntag holte sich Kurt Jähn (Lotus 23B) den Sieg vor Holger Bettenbühl (Malock U2 MK6). Ralf Sauer belegte erneut Platz drei.

In der Meisterschaftswertung vor dem letzten Wertungslauf hat sich Matthias Baier (BMW 325i E30) bei den Tourenwagen an die Spitze gesetzt. Bei den GT`s  führt Porsche Pilot Patrick Hug nach dem Streichergebnis wieder die Jahreswertung an. Jürgen Braun (Lenham Formel 3) liegt bei den Formelfahrzeugen vorne, Doninque Kieffer (Lola T 596) geht als Führender bei den Sportwagen in die letzte Runde.

Ulf Jungholt und Chris Vogler siegen im Langstreckenrennen
Mit 47 Startern war das zweite Langstreckenrennen der VFV-GLPpro restlos ausgebucht.“Mit dieser Resonanz sind wir richtig überwältigt. Bereits Tage vor Meldeschluss mussten wir weiteren Anfragen leider eine Absage erteilen, weil die Strecke restlos ausgebucht war. Gerne wollen wir in Zukunft dieses Projekt weiterführen. Überlegungen für die nächste Saison sind schon in Gange“, freute sich Organisator Felix Vaillant über den großen Zuspruch.

Nach seinem Sieg im Wertungslauf der Gruppe 1 Tourenwagen setzte Ulf Peter Jungholt seinen guten Lauf auch beim 60 Minuten Rennen am Sonntag fort. Der Ford Escort Pilot hatte seine 16 Runden am besten eingeteilt und siegte vor Andreas Börner (VW Golf GTi) und Martin Hesse (Audi Coupe GT). „Es war schon anstrengender, da ich die 60 Minuten alleine gefahren bin. Ich hatte viel zu kämpfen gehabt. Dann kamen noch die Überrundungen. Gegen Ende haben dann auch die Reifen abgebaut und es wurde da ganz schön rutschig. Toll, dass es dann für ganz nach vorne gereicht hat. Es ist über eine längere Distanz schon schwieriger gleichmäßig seine Runden zu absolvieren. Man ist ja viel häufiger in Überrundungsverkehr verwickelt. Ich habe einen kleinen Tank, dadurch muss ich mindestens einmal raus fahren zum Tanken. Aber das Konzept ist klasse und ich freue mich, dass das eingerichtet wurde“, so Tourenwagensieger Jungholt.

Ebenfalls als Solist unterwegs war GT Sieger Chris Vogler. Auf dem Melkus RS 1000 GTR siegte der erfahrene Pilot vor Oliver Stahl (Porsche 968 CS) und Markenkollege Manfred Knye. „Notgedrungen musste ich alleine fahren. Es sollte ja Peter Melkus noch an den Start gehen. Aber gleich in der Einführungsrunde hatten wir Probleme mit dem  Getriebegestänge, das wir aber reparieren konnten. In der dritten Runde blieb dann der vierte Gang stecken und da hatte sich ein Fahrerwechsel erübrigt, sonst wären wir nicht mehr weggekommen. Es war dann natürlich schon schwieriger so zu fahren. Man bremst zwar spät, aber nach den Kurven kommt man nicht schnell genug heraus. Da musste ich aufpassen, dass die schnelleren Fahrzeuge mir nicht den Hintern abgefahren haben“,  berichtete GT Sieger Chris Vogler.

Weiter geht es mit der Gleichmäßigkeitsserie nach einer mehrwöchigen Pause am 13. und 14. Oktober in der Eifel, wenn beim Finale auf dem Nürburgring die letzten Entscheidungen in Richtung Meisterschaft fallen.

© Text & Fotos: Jürgen Holzer | arpRedaktionsbüro

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